Halali! war eine zeitlang bei uns DAS Spiel. Morgens, Mittags, Abends - Halali! 50 mal haben wir es gespielt. Dabei ist Halali eine Art Glücksschachvariante. So a la Bosworth. Und Bosworth mag ich genauso wenig wie Schach. Und das Thema fand ich auch nicht wirklich toll. Jagd - ach nee! Und meine lustigeste Halalipartie, war dann auch die mit Karen. Karen ist eine erwachsene Frau, aber wenn es um arme Tiere geht, versteht unsere Vegetarierin keinen Spaß. Auch nicht im Spiel. Und Karen mag Spiele sowieso nicht. Und als sie dann fast in Tränen ausbrach, als ich Ihren Bär erschoss, haben wir die ...
Partie dann abgebrochen. Und Karen mag nach wie vor keine Spiele. Aber das war die wirklich einzig schlechte Partie Halali!, die ich erlebt habe.
Einen grossen Teil meiner Partien habe ich mit Jens gespielt.
So auch die 50. Wir legen also den Spielplan mit dem 7 mal 7 Felder Raster vor uns auf den Tisch. 48 Plättchen werden verdeckt gemischt und auf dem Spielplan verdeckt verteilt. Dabei bleibt das Feld in der Mitte frei. Ich spiele heute blau - die Bären und die Füchse. Jens spielt dann die Jäger und die Holzfäller.
So auch die 50. Wir legen also den Spielplan mit dem 7 mal 7 Felder Raster vor uns auf den Tisch. 48 Plättchen werden verdeckt gemischt und auf dem Spielplan verdeckt verteilt. Dabei bleibt das Feld in der Mitte frei. Ich spiele heute blau - die Bären und die Füchse. Jens spielt dann die Jäger und die Holzfäller. Ich fange an. Ich kann ein Plättchen umdrehen oder ein aufgedecktes bewegen. Ich drehe im ersten Zug natürlich ein Plättchen um. Mist, ein Jäger! Das freut Jens, da er ja den Jäger spielt. Jens dreht das Plättchen genau vor dem Jäger um. Ein Fuchs. So ein Mist. Natürlich liegt der Fuchs genau in Schussrichtung des Jägers. Und da kein Platz zum ausweichen ist, ist der Fuchs schon so gut wie verloren. Halali ist nämlich eine Simulation! Füchse jagen Enten und Fasane, Holzfäller schlagen Bäume, Bären futtern Jäger und Holzfäller und Jäger schießen alles über den Haufen, was sich bewegt. Das alles geschieht, indem wir das schlagende Plättchen auf das Feld des zu schlagenden Plättchens ziehen. Alle Figuren können beliebig weit gerade ausziehen. Und nur geradeaus. Im Falle des Jägers heisst das - immer der Flinte nach - sie dürfen sich nur in die Richtung bewegen, in die die Flinte zeigt. Und das ist gut so, sonst wäre der Jäger einfach zu mächtig. Bär und Holzfäller dürfen sich immer nur ein Feld weit bewegen. Die Beiden sind halt eher gemütliche Genossen.
Aber zurück zum Spiel. Ich bin ja noch dran. Ich drehe das Plättchen direkt hinter dem Jäger um und hoffe, das es vielleicht ein Bär ist. Tja, es ist aber nur ein Baum. Jens macht dann auch im nächsten Zug meinen Fuchs kalt. Und es bleibt dabei. Ich decke lauter Jäger, Bäume und Enten auf. Irgendwo müssen doch meine beiden Bären und die Füchse stecken. Okay ein paar Enten und Fasane habe ich zwar erwischt, aber es ist doch eine ziemlich magere Ausbeute, während sich bei Jens die Beute nur so stapelt.Also Halali! als Simulation zu bezeichnen ist natürlich Quatsch, aber das Thema ist schon außergewöhnlich stimmungsvoll umgesetzt. Die Grafik mit dem grimmig grinsenden Bären trägt zur Atmosphäre bei.
Und dann endlich passiert es. Ich decke einen Bären auf. Der steht direkt hinter Jens Jäger und ich sage: "Klopf, Klopf." Und im nächsten Zug muss der Jäger mit einem "Mampf" daran glauben. Bei Halali! sind wir so bei der Sache, das wir oft eine lautmalerischen Unterlegung der Handlung nicht unterdrücken können. Es macht einfach Spaß den gegnerischen Jäger mit einem Grinsen und einen "Mampf" vom Spielplan zu fegen.
Wirklich ärgerlich ist, das mein zweiter Bär erst kurz vor Spielende aufgedeckt wird und dann auch noch gleich als Kamindekoration endet. Bevor er auch nur irgendwas tun kann, wird er schon erschossen. Das ist nicht nur ärgerlich, weil ich den Bären dann nicht mehr zur Verfügung habe, nein er ist auch viele Punkte wert. Jedes erbeutete Plättchen gibt Punkte; von 2 Punkten für einen Baum bis hin zu 10 Punkten für einen Bären!! Da tut der Tod des Brunos dann gleich richtig weh. Da muss er schon 2 Jägerschnitzel a 5 Punkte verspeist haben, um das auszugleichen. ("Rülps!").
Mittlerweile ist das Spielfeld leerer geworden. Und je leerer das S
pielfeld wird, desto taktischer wird das Spiel. Zuerst ist es reines Glück was wir wann wo aufdecken. Aber mit zunehmenden Platz, gibt es einiges zu Bedenken. Da kann man geschickt Fallen aufbauen, um eine gegnerische Figur einzukesseln. Auch die Enten und Fasane, die von beiden Spielern bewegt werden dürfen, können für diese Fallentaktik genutzt werden. Da heisst es dann, Beute machen, aber auch immer gegnerische Figuren im Auge behalten. Der Jäger und der Holzfäller müssen auf der Hut vor dem Bären ("dumdidumdidum") sein, die Füchse können die Jäger ("krach, peng") in die Enge treiben, wenn sie dabei nur nicht in Schussrichtung geraten. Doch alle Taktik kann unnütz sein, wenn das Glück es einfach nicht gut mit einem meint. Dann ist der Bär von Bäumen eingekeilt und kann nicht raus. Und der gegnerische Holzfäller wird diese Bäume nur entfernen, wenn er vorher einen Jäger in Schussposition gebracht hat. Die eigenen Figuren tauchen gar nicht auf, oder werden gleich abgeknallt. So läuft auch diese Partie für mich überhaupt nicht. Jens hat seinen Spass. Ich ärgere mich.
pielfeld wird, desto taktischer wird das Spiel. Zuerst ist es reines Glück was wir wann wo aufdecken. Aber mit zunehmenden Platz, gibt es einiges zu Bedenken. Da kann man geschickt Fallen aufbauen, um eine gegnerische Figur einzukesseln. Auch die Enten und Fasane, die von beiden Spielern bewegt werden dürfen, können für diese Fallentaktik genutzt werden. Da heisst es dann, Beute machen, aber auch immer gegnerische Figuren im Auge behalten. Der Jäger und der Holzfäller müssen auf der Hut vor dem Bären ("dumdidumdidum") sein, die Füchse können die Jäger ("krach, peng") in die Enge treiben, wenn sie dabei nur nicht in Schussrichtung geraten. Doch alle Taktik kann unnütz sein, wenn das Glück es einfach nicht gut mit einem meint. Dann ist der Bär von Bäumen eingekeilt und kann nicht raus. Und der gegnerische Holzfäller wird diese Bäume nur entfernen, wenn er vorher einen Jäger in Schussposition gebracht hat. Die eigenen Figuren tauchen gar nicht auf, oder werden gleich abgeknallt. So läuft auch diese Partie für mich überhaupt nicht. Jens hat seinen Spass. Ich ärgere mich.Das Spiel geht dem Ende entgegen. Sind alle Plättchen umgedreht, hat jeder Spieler noch 5 Züge. Nun können alle, außer den Bäumen ;), den Wald durch 4 Ausgänge verlassen. Und diese Plättchen zählen dann auch Punkte. Also nichts wie raus mit den Überlebenden. Der Mitspieler wird natürlich versuchen, dabei noch Beute zu machen oder den Ausgang zu blockieren. Einfluss haben die Spieler auch auf den Zeitpunkt des Spielendes. Wir viel gezogen, geht die Partie länger, wird nur aufgedeckt, ist sie schenller vorbei. Das kann man sich natürlich zu nutze machen.
Aber nun wird erstmal abgerechnet. Ich habe, mmmh ja nun, 22 Punkte, Jens hat 48 Punkte. Er hat gewonnen. Aber ich habe natürlich nur verloren weil das Glück gegen mich war und die Tiere sowieso schwächer sind. Also schnell die Seiten gewechselt und weiter gespielt!
Halali! ist schon ein wirklich tolles Spiel. Ein wenig hat der Reiz nach 50 Partien zwar abgenommen, aber das Ärgern und das Hoffen macht immer noch viel Spaß!
Wertung: 8 von 10
Halali, Rudi Hoffmann, Kosmos, 2 Spieler
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