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Egypt - PEEP *

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EgyptDa bekommen viele Leute fast jeden Monat ein Spiel fast umsonst, und keiner spielt es. Die Rede ist von der Beilage des Spielermagazins Spielbox. Hier gibt es fast jeden Monat ein Spiel in der "Edition Spielbox". Einen ordentlichen Stapel von diesen Spielen habe ich. Nur ein paar habe ich auch mal ausprobiert. Und auch bei Luding oder auf Boardgamegeek sind kaum Informationen zu diesen Spielen zu finden, außer den ganzen Fotos, die ich auf Boardgamegeek hochgeladen habe. Dabei sehen einige dieser Spiele doch ganz nett aus. Also das kann  so nicht weitergehen, jetzt wird mal Egyt ausprobiert....

Egypt ist das 69. Spiel in der Edition Spielbox. Erfunden hat's EgyptWolfgang Dirscherl und 2 - 4 Personen können mit an den Pyramiden im altem Ägypten bauen. Diese Spiele bestehen nur aus dem Spielplan (eine Doppelseite des Heftes) und der umseitig aufgedruckten Regel. Das Spielmaterial muss man sich aus anderen Spielen zusammensuchen. Etwas unpraktisch ist, das man während des Spiels nicht mal eben so in der Regel nachsehen kann, da müsste man erst das gesamte Spielmaterial abräumen.

EgyptJens und ich breiten also den Spielplan vor uns aus und haben 4 Pyramiden, eine Pharaonenskala und den Nil vor uns. Für so eine spielerische Beilage ist der Spielplan sehr ansprechend gestaltet. Bei 2 Spielern werden in 4 Farben insgesamt 32 einfache Pöppel benötigt. Diese werden gemischt und in einer Reihe auf den Nil gestellt. Das ist das Baumaterial das über den Nil für unsere Pyramiden herangeschippert wurde. Des weiteren werden von jeder Farbe ein Pöppel auf das Feld 0 der Pharaonenskala gestellt. Dabei sagt die Regel nichts darüber, ob dies 4 zusätzliche Pöppel sein sollen, oder aus den 32 zur Verfügung stehenden.

Die Pharaonenskala ist eine Laufleiste, auf der der aktuelle Wert der einzelnen Farben des Baumaterials festgehalten wird. Erst wird es teurer, dann fallen die Werte wieder ab.

Jedem Spieler wird eine der Pyramiden zugeordnet. Diese hat 10 Felder, die zu bebauen sind. Einige Felder weisen Besonderheiten auf. Beim Feld "2*" erhält man den doppelten Wert, der zur Zeit der Abrechnung auf der Pharaonenskala angezeigt wird, gutgeschrieben. Also versucht man im Laufe des Spiels, diese Farbe wertvoll zu machen oder wertvoll zu erhalten. Drei Felder sind rot. Hier gibt es Sonderpunkte, aber nur wenn in allen 3 Feldern Bausteine der gleichen Farbe stehen. Dann gibt es soviele Punkte, wie Bausteine dieser Farbe sich noch auf dem Nil befinden.

Ansonsten bekommt man am Ende des Spiels, wenn also alle Bauplätze besetzt sind, den Wert gutgeschrieben, den die Pharaonenskala gerade für diese Farbe anzeigt. Aber wie bekommen wir die Bausteine in die Pyramide? Das habe ich bisher verschwiegen, war es doch wichtiger erstmal zu erfahren, was wir den gerne bei der Schlusswertung dort vorfinden möchten. Nun aber. Wir würfeln mit 2 Würfeln. Wir entscheiden uns für einen der Würfel und nehmen entsprechend der Würfelzahl ein Baustein vom Nil. Also bei einer 3 den 3. Baustein in der Reihe. Aber nur von der Seite aus, die näher an der eigenen Pyramide ist. Nur bei einem Pasch dürfen wir den Fluss von beiden Seiten aufräumen.

Diesen Stein stellen wir in unsere Pyramide. Er darf nicht wieder versetzt werden. Nun haben wir ja noch einen Würfel übrig. Dieser bestimmt nun die Zugweite der Farbe, die wir gerade in die Pyramide eingebaut haben, auf der Pharaonenskala. Dadurch wird der Wert des Baumaterials beeinflusst. Das war es auch schon.

Das hört sich doch ganz gut an. Das hört sich so an, als Egyptkönnten wir taktisch klug Einfluss nehmen auf den Wert unserer Pyramide.  Taktik und etwas Würfelglück - prima. Leider stimmt das so nicht. Wir können in der Praxis nur sehr wenig beeinflussen. Meistens dürfen wir nur von einer Seite des Nils Baumaterial auswählen. Und dann haben wir dafür auch nur 2 Würfelzahlen zur Verfügung. Wir haben Egypt nur 2 mal zu Zweit gespielt (daher PEEP), aber weitere Partien werden wohl nicht folgen. Dafür ist das Ganze zu wenig steuerbar und für ein Würfelspiel fehlt die Spannung. Jeder füllt seine Pyramide, man kommt sich nicht ins Gehege. Also auch kein Ärgerspiel. Sicher, man könnte versuchen die meistverwendete Farbe des Gegners im Wert zu drücken, kann dies aber nicht, ohne selber einen solchen Baustoff einbauen zu müssen. Das Spiel plätschert ohne Höhepunkt vor sich hin, irgendwer hat dann gewonnen. Es funktioniert, macht aber nicht wirklich Spaß, der Wiederspielreiz geht gegen Null.

Wertung: 3 von 10

Egypt, Edition Spielbox Nr. 69, Wolfgang Dirscherl, 2-4 Spieler, 2004
 
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