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10 Days in the USA PDF
Benutzer Bewertung: / 6
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Geschrieben von Sarah Kestering   
Montag, 23. April 2007
usa1Marco hat uns genau 10 Tage in den USA besucht. Und das war irgendwie sehr kurz. Wir hätten doch noch so gerne eine grosse Tour mit ihm gemacht. 2 bis 3  Wochen mit dem Standardprogramm: Las Vegas, Grand Canyon, Los Angeles, Ghosttown Bodie, Yosemite National Park, Winchester Mystery House, San Diego,  usw. usw.. Und dann vielleicht anchliessend ganz in Ruhe unsere Gegend erkunden. Das ging aber leider nicht. Marco konnte wirklich nur 10 Tag bleiben. Also haben wir uns auf unsere Umgebung konzentriert und haben ihm Teile von Süd - New Mexico gezeigt, das 4 bzw. 6 Jahre unser zu Hause war....
Wenn wir dann abends erschöpft von unseren Ausflügen waren, haben wir auch gespielt. Und was bietet sich bei einem 10-tägigem Besuch in den USA besser an als das Spiel: 10 Days in the USA.usa2.jpg Das ist so ziemlich Europatour, nur halt in den USA.    Erschienen ist das Ganze in den USA bei Out of the Box. Das Spiel gibt es auch noch als 10 Days in Africa.
 
Wir Drei - Marco, Jens und ich sind ziemlich erschöpft, waren wir doch den Tag über zum Wandern in den Bergen. Ich schaffe es also gerade noch die Spielschachtel auf den Tisch zu holen und beschliesse dann, mich für den Rest des Abends nur noch möglichst wenig zu bewegen. Meine Spielauswahl sorgt dann auch prompt für die erwünschte Erkenntnis. Marco: "Ist ja witzig, dann bin ich 10 Tage in den USA und dann spielen wir...."  - okay das hatten wir doch schon. Die usa3Schachtel wird geöffnet und Marco guckt ein wenig enttäuscht. Ich muss zugeben, das Material sieht nicht gerade schick aus. Die Grafik sieht aus wie aus einem uralt Clipart Programm. Aber sie ist zweckmässig. Mir gefällt diese besser, als die total unübersichtliche Gestaltung von Europatour. Jeder Spieler erhält 2 Kartenhalter aus Holz, die mit den Tagen 1 - 10 beschriftet sind. Dann gibt es noch einen Spielplan, der die Staaten der USA zeigt. Er dient nur der Übersicht, es wird Nichts darauf plaziert. Kritikpunkt hier: bei meinem Exemplar ist der Spielplan unsauber geklebt.
Dann gibt es noch 66 Karten, die sind sehr viel dicker als normale Spielkarten. Für ein U.S. Spiel also schon fast aussergewöhnlich gutes Material. Jens mischt die Karten. Und es passiert das, was schon öfters passiert ist. Eine Karte teilt sich in 2 Kartenhälften beim mischen, fällt auseinander. Naja, etwas Kleber und wir können weitermachen. Ich bin natürlich die Dumme, die den Kleber holen muss, dabei wollte ich mich doch nicht mehr bewegen...
 
Das Ziel des Spiels ist es, als Erster eine 10-tägige Reiseroute in den USA zu gestalten. Naja, darin sind Jens und ich ja schon Profis...
Die Karten sind dann irgendwann gemischt und wir ziehen verdeckt solange Karten, bis unsere Kartenhalter geheim gefüllt sind. Eine einmal plazierte Karte darf hierbei nicht wieder versetzt werden. Marco und ich stöhnen ein wenig über die erhaltenen Karten. Aber das gehört irgendwie zum Spiel dazu. Sich erstmal beschweren, das man ja so auf gar keinen Fall gewinnen kann. Jens sieht aber  ganz zufrieden aus. 
 
Marco darf anfangen. Er darf eine der obersten Karten von 3 offenen Stapeln nehmen oder aber eine verdeckt ziehen. Er zieht eine Karte verdeckt. Er sucht erstmal die Landkarte unauffällig ab und stöhnt dann laut, weil ihm diese Karte nicht ins Konzept passt. Einbauen tut er sie dann aber doch. Dazu steckt der die gezogene Karte an eine Stelle im Kartenhalter und wirft die Karte, die dort war auf einen der 3 Ablagehaufen. Um eine Route zu vollenden, müssen 10 Staaten, nacheinander bereist werden. Diese müssen entweder direkt benachbart sein oder per Auto oder per Flugzeug angeflogen werden.
 
usa4Ich bin dran und bin begeistert. Tag 1 ist bei mir California, Tag 3 New Mexico, dazwischen stört Maine irgendwie. Marco hat Arizona abgelegt. Die Karte greife ich mir und tausche Maine gegen Arizona aus. Jens ist dran und nimmt sich ein rotes Flugzeug. Dieses ermöglicht es ihm, von einem beliebigen roten Staat zu einem anderen beliebigen roten Staat zu fliegen, sprich sie zu verbinden. Dafür legt er Kansas ab.  Marco freut sich und nimmt Kansas auf. Jens ist genervt: "Mensch, die wollte ich doch im nächsten Zug wieder aufnehmen!" Tja, Pech gehabt. Ich nehme mir ein Auto, damit darf ich einen Staat überspringen. Dadurch sind dann zum Beispiel North Dakota und Nebraska benachbart. Jens wird ganz still, sehr verdächtig - ist der Sieg etwa Nahe? Marco tauscht eine Karte aus, ich fange an zu überlegen, ob ich meine Route nochmal komplett umbaue, es läuft einfach nicht. Ich brauche noch 2 Karten, habe aber den Verdacht, das Marco sie in seine Route eingebaut hat. Er scheint auf ähnliche Karten aus zu sein, wie ich es bin. Und jeder Staat kommt nur einmal im Spiel vor. Marco und Jens machen einen sehr konzentrierten Eindruck, sogar Gespräche über einen geplanten Ausflug am nächsten Tag verstummen. Es sieht wohl wirklich schlecht für meine Siegchancen aus. Aber keine Frage, das Spiel, so einfach wie es ist, fesselt.
 
Die Katzen stehen draussen vor der Terassentür und fordern lautstark Einlass. Ich stöhne über meine abgelatschten Füsse, die Jungs ignorieren das spontan, ich darf schon wiederaufstehen, die Katzen reinlassen. Kaum sitze ich wieder, singt Jens auch schon: "blueeehhhh moohnnnn offff Kentucky,.......ich bin fertig!" Kentucky, das ich in Folge einer Umbaumassnahme rausgeschmissen habe, hat Jens zum Sieg verholfen. Mist!
 
Marco besteht darauf, nur verloren zu haben, weil er erst 4 Tage in den USA ist und überhaupt. Die Karten waren schon am Anfang doof und er kannte das Spiel  ja nicht.usa5 Also eine weitere Partie, die dann tatsächlich auch Marco gewinnt.
 
10 Days in the USA ist ein schönes Spiel, das nicht anstrengend ist, aber Spass macht. Einfach zu lernen, etwas an Racko erinnernd. Europatour mochte ich nicht, das war so unübersichtlich, da gefällt mir 10 Days in the USA besser. Ständig hofft man auf die richtige Karte, hofft aber gleichzeitig den Mitspielern Nichts passendes in die Hände zu spielen. An der verpfuschten Reiseroute weiterbauen, oder lieber von vorne beginnend neu aufbauen? Wie weit sind die Mitspieler? Das macht vor allen Dingen zu Zweit und zu Dritt Spaß. Zu viert sind zu viele Karten in den Kartenhaltern der Mitspieler verschwunden. Zu Zweit ist es noch am taktischten. Ich habe 10 Days in the USA 21 Mal gespielt. Es kommt nicht regelmässig auf den Tisch. Aber wenn es dann mal drauf ist, wird es meist auch gleich 2 oder 3 mal gespielt.
 

 
Wertung: 7 von 10
 
10 Days in the USA, Moon/Weisblum, 2-4 Spieler, Out of the Box
 
Sarah Kestering 
 
 
 
 
 



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