Was im Stone Age so gespielt wurde, wissen wir nicht. Vielleicht Bausack mit Tierknochen? Oder Käsekästchen auf der blossen Erde?
Hmmm. Wohl lieber nicht. Einen echten Vorteil hatten die Spieler im Steinzeitalter uns gegenüber aber doch. Das Regalplatzproblem. So ein Sandkäsekästchen oder ein paar Knochen waren schnell verstaut. Unsere ganzen bunten Schachteln hingegen.... Moment, wenn ich diese hier senkrecht stelle, passt diese vielleicht noch hinein.... Probleme haben wir Neuzeitspieler! Da lassen wir uns doch mal in die gute alte Steinzeit zurück versetzen.
Uns soll es aber erstmal reichen ein Spiel
mit Steinzeitthema zu Spielen, statt gleich in eine Hütte ohne Spiele zu ziehen. Bei der Regellektüre von Stone Age kommt aber etwas Unlust auf. Och, schon wieder Männeken auf den Spielplan einsetzen, dafür was kriegen und damit was machen und dafür Siegpunkte kriegen. Der Mechanismus ist wohl gerade in, aber Freude ruft das bei mir nicht hervor. Nicht weil ich das nicht mag, nur eben weil es das gerade erst gab. Aber. Es ist dann aber doch nicht Die Säulen der Erde oder auch Maestro Leonardo oder auch Caylus oder auch wie auch immer. Soviel sei verraten. Jeder Spieler kriegt seinen privatpersönlichen Ablageplan mit 5 Mann Starthorde. Dazu ein bißchen Steinbeißer mit einer Prise Steinsalz und Steinobst zum Nachtisch als Futter und los gehts.
mit Steinzeitthema zu Spielen, statt gleich in eine Hütte ohne Spiele zu ziehen. Bei der Regellektüre von Stone Age kommt aber etwas Unlust auf. Och, schon wieder Männeken auf den Spielplan einsetzen, dafür was kriegen und damit was machen und dafür Siegpunkte kriegen. Der Mechanismus ist wohl gerade in, aber Freude ruft das bei mir nicht hervor. Nicht weil ich das nicht mag, nur eben weil es das gerade erst gab. Aber. Es ist dann aber doch nicht Die Säulen der Erde oder auch Maestro Leonardo oder auch Caylus oder auch wie auch immer. Soviel sei verraten. Jeder Spieler kriegt seinen privatpersönlichen Ablageplan mit 5 Mann Starthorde. Dazu ein bißchen Steinbeißer mit einer Prise Steinsalz und Steinobst zum Nachtisch als Futter und los gehts.Die 5 Mannen ziehen nach und nach von dannen auf den hübschen Spielplan. Da gibt es allerlei Felder auf denen es Rohstoffe, Essensnachschub, Nachwuchs, Werkzeuge, Karten und Siegpunkthütten gibt. Alle diese Möglichkeiten stehen aber nur begrenzt zur Verfügung. Nur auf die Jagd, da können wir immer gehen und uns ein paar Steinböcke schiessen. Natürlich mit der Steinschleuder erledigen.
Sind die Jungs über den Plan verteilt, arbeiten die Spieler den Plan der Reihe nach ab. Nun kommen auch die Würfel ins Spiel. Um Rohstoffe und Nahrung zu erhalten, werfen wir pro eingesetzen Männeken einen Würfel in den Würfelbecher, der übrigens nicht aus Steingut ist. Das Würfelergebnis teilt uns dann mit, wie erfolgreich wir sind, was wir absahnen. Hierbei ist Nahrung am einfachsten zu bekommen. Pro 2 Augen auf den Würfeln erhalten wir 1 Nahrung, während wir für 1 Gold schon 6 Augen brauchen. In die Hütte kommen immer genau 2 Jungs, äh natürlich ein Junge und ein Mädel eines Spielers. Und schwupps, 9 Sekunden später kommen sie zu Dritt wieder hinaus. Ist ja schon praktisch, mehr Leute, das bedeutet auch mehr Einsetzmöglichkeiten. Also fleissig vermehren. Aber auch im Stone Age war das Leben nicht so einfach. Nachdem alle Spieler ihre Aktionen ausgeführt haben, geht das Gejammer los. Wann gibt's was zu Essen? Unsere Mannen fordern gegrillten Steinbutt. Wer seine Leute nicht satt kriegt, kassiert prompt 10 Minuspunkte. Unschön.
Wofür wir Nahrung sammeln ist also klar. Aber was sollen wir
mit dem anderen Zeugs? Hütten bauen zum Beispiel. Und je nachdem ob wir unsere prähistorische Prachthütte mit Gold auslegen oder doch nur Laminat aus dem Angebot nehmen, gibt das ordentlich Siegpunkte oder eben etwas weniger Siegpunkte. Und nicht nur das. Sammeln wir dazu Karten mit Baumeistern, gibt es dafür am Spielende nochmal ordentlich Punkte. Das Spielende, das tritt ein, wenn nicht mehr genügend Hütten zum Bauen liegen oder keine Karten mehr zum Nachlegen. Nun wird es spannend. Es gibt noch mal reichlich Punkte. Vorher, da ist also wirklich noch gar nichts entschieden. Wir haben Karten gesammelt. Auf den Karten gibt es Multiplikatoren. Haben wir beispielsweise 4 Schamanen gesammelt und haben 10 Leute, gibt das 40 Siegpunkte. Haben wir grüne Karten mit unterschiedlichen Symbolen gesammelt, multiplizieren diese sich mit sich selbst.
mit dem anderen Zeugs? Hütten bauen zum Beispiel. Und je nachdem ob wir unsere prähistorische Prachthütte mit Gold auslegen oder doch nur Laminat aus dem Angebot nehmen, gibt das ordentlich Siegpunkte oder eben etwas weniger Siegpunkte. Und nicht nur das. Sammeln wir dazu Karten mit Baumeistern, gibt es dafür am Spielende nochmal ordentlich Punkte. Das Spielende, das tritt ein, wenn nicht mehr genügend Hütten zum Bauen liegen oder keine Karten mehr zum Nachlegen. Nun wird es spannend. Es gibt noch mal reichlich Punkte. Vorher, da ist also wirklich noch gar nichts entschieden. Wir haben Karten gesammelt. Auf den Karten gibt es Multiplikatoren. Haben wir beispielsweise 4 Schamanen gesammelt und haben 10 Leute, gibt das 40 Siegpunkte. Haben wir grüne Karten mit unterschiedlichen Symbolen gesammelt, multiplizieren diese sich mit sich selbst.
Multiplikatoren wie gesagt. Es bringt also nichts wahllos ein bißchen von Allem zu sammeln. Wer viele Hütten baut, sollte sich Baumeister besorgen, wer viele Leute hat, der kommt mit den Schamanen weit. Natürlich sehen auch unsere Mitspieler welche Karten wir sehr gut gebrauchen können. Die Mitspieler stellen sich dann gerne netterweise auf den Platz zum Erwerb eben dieser Karten. Interaktion findet eher in Feinheiten statt. Auch beim Einsatz der Männers ist es nicht uninteressant sich zu überlegen, was denn die Mitspieler so vor haben. Wer hat welche Rohstoffe oder auch nicht und will deswegen was? Er braucht Holz? Ich auch. Also doch erstmal zum Holz, bevor da alle Plätze belegt sind. Da kann man schon mal ins Grübeln kommen und so dauert eine 4er Partie mit Denkern auch schon so seine 90 Minuten. Aber in diesen ist man gut beschäftigt und unterhalten. Nur etwas Ungeduld bis ich wieder dran bin, macht sich doch bei mir breit. Zu Anfang sollten wir uns überlegen welchen Weg wir
diesmal einschlagen. Lieber schnell vermehren oder erstmal Werkzeug anschaffen? Grüne Karten sammeln oder fleissig Hütten bauen? Wobei eins gesagt sein muss. Ohne Karten kommt man nicht weit auf der Siegpunktleiste. Den besten Weg zum Ziel zu finden, das macht Spaß. Diese vielen, vielen Möglichkeiten an Siegpunkte zu kommen. Das reizt, auch wenn man nach einigen Partien bereits Lieblingswege zum Sieg entdeckt. Der eine findet die grünen Karten halt so schön, der nächste ist so ein Typ ' Ach wer weiss was da noch für schlechte Zeiten kommen' - Typ und legt sich erstmal Nahrungsvorräte an. Wieder andere besorgen sich erstmal alles an Werkzeug was es da so gibt.
diesmal einschlagen. Lieber schnell vermehren oder erstmal Werkzeug anschaffen? Grüne Karten sammeln oder fleissig Hütten bauen? Wobei eins gesagt sein muss. Ohne Karten kommt man nicht weit auf der Siegpunktleiste. Den besten Weg zum Ziel zu finden, das macht Spaß. Diese vielen, vielen Möglichkeiten an Siegpunkte zu kommen. Das reizt, auch wenn man nach einigen Partien bereits Lieblingswege zum Sieg entdeckt. Der eine findet die grünen Karten halt so schön, der nächste ist so ein Typ ' Ach wer weiss was da noch für schlechte Zeiten kommen' - Typ und legt sich erstmal Nahrungsvorräte an. Wieder andere besorgen sich erstmal alles an Werkzeug was es da so gibt.Ob diese Pläne aber auch immer so aufgehen, das steht auf einem anderen Blatt. Da sind doch diese gar entzückenden Würfel. Die sind jedenfalls solange entzückend, wie sie das tun, was wir wollen. Nämlich 6en würfeln. Wer ständig 1er und 2er würfelt hat einen ganz klaren Nachteil und kann dann fröhlich fluchen. Stone Age ist also kein Hardcorestrategiespiel, sondern hat einen nicht unerheblichen Glücksanteil. Aber jammern nützt nichts, man hätte ja auch vorsorgen können. Wie? Nein, nicht indem man sich gezinkte Würfel besorgt, also wirklich. Nein, Werkzeuge können gesammelt und dann benutzt werden. Diese können das Würfelunglück abfedern, aber natürlich macht auch so ein Steinbeil lauter 1er nicht wett. Das Würfeln mag die einen stören, für die anderen bringt es nur weitere Spannung in das Spiel. Dieser Moment wo man wirklich unschöne Worte rufen möchte wenn der dämliche Würfel wieder..... und dann dieses Gejammer des Mitspielers der ja wieder nur drei 5en geworfen hat. Arrrrggh!
Wen das Ziehen der Baumeister in 'Die Säulen der Erde' schon genervt hat, der sollte wohl besser Abstand zu Stone Age halten. Stone Age gefällt mir besser als Maestro Leonardo, es spielt sich einfach lebendiger, nicht so starr. Es gefällt mir sogar besser als 'Die Säulen der Erde', da es so viele Entscheidungsmöglichkeiten gibt. Manchmal ist Stone Age etwas lang. Aber eigentlich auch nicht. Die Spielzeit, gerade zu Viert, ist schon lang, aber irgendwie auch nicht . Das Spiel endet dann, wenn man eigentlich gerade noch unbedingt eine bestimmte Karte braucht, sich doch noch diese Hütte bauen wollte und außerdem hat man doch noch so viele andere Pläne. Wenn ein 'Oh wie Schade Gefühl' am Spielende eintritt, weil man gerne noch weiter gespielt hätte, dann spricht das wirklich für das Spiel.Zu Zweit wird getrickst. Die Einsatzmöglichkeiten auf dem Spielplan werden künstlich eingeschränkt. Das klappt ziemlich gut. Wir spielen ja eh die meiste Zeit für uns alleine. Und den Mitspieler beobachten oder blockieren, das können wir auch im 2 Personen Spiel. Für mich ist Stone Age ein echtes Highlight weil ich mit dem Würfelglück leben kann und mich die Vielfältigkeit des Spiels sehr reizt.
Stone Age ist wirklich ein gelunger Wurf.
Wertung: 9 von 10
Stone Age, Michael Tummelhofer, Hans im Glück, 2008, 2 - 4 Spieler
| < Zurück | Weiter > |
|---|







Kommentare